Category Archives: Zeitungsartikel

Würzberger Kerb 12.09.-14.09.2014

Dieses Jahr laden die Landfrauen und der Schützenverein in das Dorfgemeinschaftshaus zur Würzberger Kerb ein.
Los geht es am Freitag um 19.30 Uhr mit dem Kerweclub, der die Kerb ausgräbt und dem Bieranstich. Anschließend startet die Mallorca Party mit Peter Lorenz.
Am Samstag geht es mit dem Kinder- u. Seniorennachmittag weiter. Neben einer reichhaltigen Kaffee- und Kuchentheke gibt es für die Kinder eine Hüpfburg, viele Spielstationen sowie das Spielmobil.
Ab 15.00 Uhr können sich die Vereine und Gruppen bei dem XXL-Kicker-Turnier beweisen und um den Wanderpokal spielen.
„Die große Nacht in Tracht“ beginnt um 20.00 Uhr. „Hermann und Christian“ bieten einen bayrischen Tanz. und Gaudi-Abend. Für jeden Besucher in Tracht gibt es ein Glas Sekt.
Der Kerwe Gottesdienst findet am Sonntag um 9.30 Uhr in der evangelischen Kirche statt.
Anschließend gibt es einen Frühschoppen im Dorfgemeinschaftshaus und ab 11.30 Uhr bietet die Metzgerei Kirchschlager einen Mittagstisch an. Um 13.30 Uhr startet der Kerwe-Umzug unter dem Motto „Mer sinn zwa net ganz Bayern, awwer mer kenne genauso feiern“.
Anschließend wird die Kerweredd verlesen und bis zum Verbrennen der Kerwebobbe sorgen die „Amarillos“ für gute Stimmung und Tanz.

Quelle: „Erbach Michelstadt aktuelle – Freitag 29.08.2014 | 16. Jahrgang | Nummer 35“

 

Echo-Online: Weisheiten und Absurditäten

Lesung mit Musik – Mischel Lang und Gunter Miksch treten mit neuem Programm auf

Im Dorfgemeinschaftshaus lässt Rezitator Mischel Lang literarische Reißer vom Leder und Musikant Gunter Miksch greift begleitend in die Saiten. Das Ganze am Samstag, dem 17. November, ab 19 Uhr.

 

Rezeptfrei: „Gedichte an der Sch(m)erzgrenze“ präsentieren am Samstag (17.) ab 19 Uhr der Rezitator Mischel Lang (links) und der Musikant Gunter Miksch im Würzberger Dorfgemeinschaftshaus. Ihr neues Programm nennen sie hintergründig „Thomaspirin“. Foto: Cerstin Deppe

WÜRZBERG.

Wer ist Thomas? Warum braucht er ein Schmerzmittel? Und was hat ein urbayrischer Schriftsteller mit den angejahrten Interpreten zu tun? Antworten auf diese Fragen geben beide zum genannten Termin.
Lebensweisheiten, Absurditäten und erotische Klopse, welche die Ohren erröten lassen, bringen die beiden Recken zu Gehör. Mit im kurzweiligen Programm sind klassische Vertreter des lyrischen Genres, aber auch bereits vergessene Vertreter wie Otto Julius Birnbaum und Melchior Leander Griffelspitz. Wer zu Gast bei diesen genialen Grantlern ist, darf den Begriff Humor neu definieren. Denn er wird feststellen, dass eine Lesung keinesfalls abgehoben oder gar langweilig sein muss. „Wir starten unser neues Programm ganz bewusst im Höhendorf, weil es dann entspannt nach unten durchsacken kann“, erklären die beiden Humoristen. Im Eintrittspreis zur Jubiläumsveranstaltung des Würzberger Kultur- und Heimatvereins ist eine deftige Odenwälder Spezialitätenplatte enthalten.

Vorverkauf:

Karten gibt es bei der Bäckerei Becker in Würzberg, unter der Telefonnummer 06061 71797 oder im Internet unter dem Stichwort heimatverein @ wuerzberg.info

Echo-Online: In Würzberg wird Kerb gefeiert

WÜRZBERG.

Auch in Würzberg wird nun Kerb gefeiert, Veranstalter sind die Sängervereinigung und der VfR: Los geht das Fest im und am Dorfgemeinschaftshaus am Freitag (7.) um 19 Uhr mit dem Bieranstich, gefolgt von einem Bunten Abend ab 19.30 Uhr. Ab 22.30 Uhr ist dann Bar-Party angesagt. Am Samstagabend (8.) wird die Coverband „Lost Eden“ spielen; wer vor 21 Uhr da ist, muss weniger Eintritt bezahlen. Am Sonntag (9.) beginnt um 9.30 Uhr ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche, ab 10.30 Uhr ist Frühschoppen, ab 12 Uhr Mittagstisch, und um 13.30 Uhr startet der Kerbumzug. Die Kerbredd ist ab 15.30 Uhr zu hören, und im Anschluss gibt es eine Ü-30-Party mit DJ Jan. Der Montag (10.) wartet mit einem Seniorennachmittag ab 15 Uhr, einem Kindernachmittag ab 15.30 Uhr, einer Gaudi-Olympiade ab 19 Uhr sowie Tanz und Musik mit den „Rockefellers“ ab 21.30 Uhr auf.

 

Quelle: http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/michelstadt/In-Wuerzberg-wird-Kerb-gefeiert;art1274,3203957

 

Echo-Online: Wenn der Heinstermüller selbst erzählt

Heimatgeschichte – Wiedergabe einer Originalaufnahme ist Höhepunkt eines Vortrags beim Historischen Verein

Zum Erinnerungs-Allgemeingut der alteingesessenen Odenwälder gehören der Heinstermüller Leonhard und seine Frau Margarethe Heß. Beigetragen haben dazu sowohl die Besonderheit von Wohnsitz und Tagesgeschäft als auch die Tätigkeit des Handwerkers als Heimatautor. Foto: Archiv Werner König

ERBACH.

Was der pensionierte Gymnasiallehrer Werner König (Michelstadt) über Leben und Werk des Heinstermüllers Leonhard Heß (1886-1967) zu berichten hatte, bescherte dem Historischen Verein für die Kreisstadt und die ehemalige Grafschaft Erbach nun einen vollen Vortragssaal. Unter den Gästen weilten auch zwei Heß-Enkelkinder: Elsa Feick aus Wersau und Heinrich Heß aus Würzberg. Gekommen war ebenso Rolf Habermeier, der 1999 das Mühlenanwesen von der Stadt Michelstadt erwarb. Zu Beginn seines Vortrags lud der Referent seine Zuhörer zu einer virtuellen Reise in die Vergangenheit ein.
Wie der profunde Heimatforscher und -kenner König aufzeigte, handelt es sich beim Gebiet der Heinstermühle zwischen Würzberg und Watterbach/Bayern schon seit Einhards Zeiten um Grenzland. Vielleicht, so der Heß-Biograf, sei es ja die historische Lage der Mühle mit der Nähe zu Römerbad und Kastell Würzberg gewesen, die den jungen Leonhard Heß angeregt habe, sich mit der Geschichte seiner Heimat zu befassen.

Um den Schatz an Geschichten und Anekdoten über den ehemaligen Müller zu verstehen, müsse man in das Würzberg der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg zurückgehen. Damals habe es noch strohgedeckte Häuser gegeben, und die Dorfstraße sei nicht befestigt gewesen, schilderte König. Es sei die Zeit der Petroleumlampen gewesen, die noch bis in das Jahr 1921 mit Einzug der Elektrizität angedauert habe.
Um das Jahr 1906 sei das soziale Klima im Ort nicht gut gewesen, weil die Fehde zweier Familien das Dorf gespalten habe. Der junge Leonhard Heß sei selbst durch einen Bubenstreich in das Spannungsfeld der beiden Lager geraten und habe wegen polizeilicher Nachstellungen seine Heimat verlassen und in der französischen Schweiz untertauchen müssen. Es sei ihm dort durch seine handwerklichen Fähigkeiten sehr gut gegangen. Aus dieser Zeit stammten die frühen Aufzeichnungen des Müllers, während sein Hauptwerk die Geschichte des Dorfes Würzberg und die Mühlenchronik ausmachten.
Aus einem Vorwort zur Dorfgeschichte gehe hervor, dass Leonhard Heß 1928 die Geschichte der Heinstermühle aufgeschrieben und 1936 die Chronik des Dorfes Würzberg begonnen habe. Zu seinen Aufzeichnungen gehörten aber auch die Schulgeschichte Würzbergs, die Tagebücher von 1957 bis 1966 sowie 124 Aufsätze für den damaligen „Centralanzeiger“, die spätere Odenwälder Heimatzeitung und das heutige ECHO.
Höhepunkt des unterhaltsamen und informativen Abends waren Heß-Geschichten im Originalton des Heinstermüllers, die Geschichtslehrer Werner König 1964 selbst aufgenommen hat. Während die erste Erzählung eine typische Schauergeschichte ist aus der Zeit, als es noch Scharfrichter in Michelstadt gab, behandelt die zweite Erzählung ein Erlebnis des Schneiders Emig aus Bullau, der auf dem nächtlichen Weg von der Heinstermühle in den Eutergrund die Begegnung mit einem Gespenst gemacht haben soll.
Die dritte Erzählung erinnert an zwei total betrunkene Waldarbeiter, die beim Rindenschälen aneinandergeraten waren. Der Streit endete für den einen tödlich, was dazu führte, dass eine Gerichtskommission nach Würzberg kam, um den Kopf des Erschlagenen mit nach Darmstadt zu nehmen. Da die Gesandten noch in Eulbach einkehrten, blieb ihre makabre Fracht bei den Gästen im Lokal nicht ganz unbemerkt.
Der Referent schloss seinen Vortrag mit einer Würdigung des Heinstermüllers. Leonhard Heß habe durch seine Aufzeichnungen eine Botschaft für alle jetzt Lebenden hinterlassen, die das gegenwärtige Tun und Handeln beeinflussen könne. Es sei die Frage, ob bei dem derzeitigen Streben nach nachhaltiger hoher Lebensqualität auch die Bescheidenheit einen Grundwert darstelle.
Um den Vortrag noch anschaulicher zu gestalten, hatte Werner König aus Michelstadt eine Reihe bisher unveröffentlichter Bilder des früheren Heinstermüllers und seiner Ehefrau zusammengestellt.

Quelle: http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/erbach/Wenn-der-Heinstermueller-selbst-erzaehlt;art1269,2852770

Echo-Online: Komisches von Szene zu Szene

15. November 2011  | Von Hans-Dieter Schmidt

Lustspiel der Theatergruppe: Publikum im Dorfgemeinschaftshaus von „Iwwerzwäisch“-Aufführung hellauf begeistert

WÜRZBERG | Gertrud Maibohm (Desiree Hess) bringt ihren trinkfesten Gatten Bruno (Michael Emig), derzeit ohne Führerschein, in das Wellnesshotel „Zum Rosa Rüssel“. „Oa Stunn Autoboan, zwaa Stunn euparke – woann de liewe Gott gewollt hätt, dass Weiwer Auto fahrn, doann hätt er Gummiblech erfunne“ – kaum drei Sätze gesprochen, schon schaffte Bruno die ersten Lacher der zahlreichen Besucher. Ort des Handelns waren die beiden Aufführungen der Würzberger Theatergruppe „Iwwerzwäisch“ im Würzberger Dorfgemeinschaftshaus. Empfangen wurde das zerstrittene Ehepaar vom hochgradig schwulen Chef Engelbert Heiler, alias Andreas Walther, der in dieser Hauptrolle unvergleichlich brillierte. Dort schon einquartiert inkognito als Frau Müller ist Gräfin von Mertesheimer (Thordis Weyrauch), die um ihr wertvolles Collier fürchtet, während Bruno seine eifersüchtige Frau Gertrud gern schnellstens los würde. Katrin Schiffer (Carolin Kirchschlager) soll sich als Fitnesstrainerin intensiv um die Gäste kümmern, während Cornelia Lengsfeld (Carmen Müller) als scharfer aber auch trinkfreudiger Kurschatten ihre Reize ausspielt. Die Mafiosi Mama Vitello (Annette Emig) und ihr Sohn Vicence (Peter Petzka) haben es auf das Collier der Gräfin abgesehen und sprechen zur Freude des Publikums nur holpriges Deutsch. Polizeikommissar Horst Butalski (Christoph Walther), zuletzt tätig für den „CSI“ New York und Mangelsbach, bewies seinen kriminalistischen Spürsinn. Mit nur neun Akteuren hatte Christel Bleifuß das turbulente Stück von Vera Wittrock einstudiert, wobei sie selbst zusammen mit Christiane Weidmann auch als Souffleuse agierte.

Streitgespräch beim Tanztee zwischen der Krankengymnastin Katrin (Carolin Kirchschlager; Mitte) und dem schwulen Hotelinhaber Engelbert Heiler (Andreas Walther), beobachtet von Gräfin Mertesheimer (Thordis Weyrauch). Foto: Hans-Dieter Schmidt

Streitgespräch beim Tanztee zwischen der Krankengymnastin Katrin (Carolin Kirchschlager; Mitte) und dem schwulen Hotelinhaber Engelbert Heiler (Andreas Walther), beobachtet von Gräfin Mertesheimer (Thordis Weyrauch). Foto: Hans-Dieter Schmidt

Eindeutigkeiten, eindeutige Zweideutigkeiten, je eine Portion Krimi und Flirt, ließen Gag auf Gag folgen. Vom möglichen Lampenfieber der spielfreudigen Truppe, das Bleifuß in ihrer Begrüßung ansprach, war nichts zu bemerken. Eher war für die Gäste verwunderlich, dass die Laienschauspieler nicht selbst in das nicht enden wollende Gelächter der Zuschauer einfiel. Vielmehr spielten, ja lebten, sie ihre Rollen mit Leidenschaft und Bravour. Brunos Frau Gertrud musste als Lockvogel die Rolle der inkognito anwesenden Gräfin übernehmen, sodass selbst Bruno sie nicht wieder erkannte und ihr den Hof machte. Der schwule Heiler war besonders vom Gesichtsflokati (Bart) des Kommissars fasziniert.
Ein Tanztee brachte die Pärchen und ihre Interessen einander näher, die Auflösung des Rätsels um das letztlich doch verschwundene Collier aber nicht, trotz Geiselnahmen durch die Mafia-Mama und den Kommissar. Das Collier hatte am Ende Bruno, der sich mit Gertrud aussöhnte und vor dem Eintreffen des Kommissars verschwinden konnte.
Das überraschende Ende des Stücks mündete in anhaltende Ovationen für die Akteure. Viele Helfer hatten das ansprechende Bühnenbild gestaltet, dessen komplette Einrichtung pinkfarben ausgelegt war, und wirkten auch während der Vorführungen im Hintergrund. Bleifuß hatte Geschenke für Peter Petzka, der zum fünften Mal auf der Bühne stand, und sie dankte Annette Dingeldein, die sich um die Verpflegung der Gäste kümmerte, zumeist mit Speisen. Letztmals wird das Spiel am kommenden Samstag (19.) um 19.30 Uhr in der Limeshalle Vielbrunn aufgeführt. Karten dafür gibt es noch.

Quelle: http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/michelstadt/Komisches-von-Szene-zu-Szene;art1274,2356020