Kategorie-Archiv:Pressemitteilungen

B 47 Amorbach – Boxbrunn: Verkehrsfreigabe am 26.06.2022 gegen 16:30 Uhr / allgemein befahrbar ab 27.06.2022 ca. 12:00 Uhr

PRESSEMITTEILUNG 271 / Staatliches Bauamt Aschaffenburg

https://www.stbaab.bayern.de/service/medien/pressemitteilungen/2022/271/index.html

Aschaffenburg, den 22.06.2022

B47, Ausbau nach RiStWag zwischen Amorbach und Boxbrunn mit Deckenbauarbeiten – Verkehrsfreigabe am 26.06.2022 gegen 16:30 Uhr

Der Ausbau der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn mit der Sicherung des Trinkwasserschutzgebiets von Amorbach wird am 26.06.2022 gegen 16:30 Uhr offiziell für den Verkehr freigegeben. Die symbolische Verkehrsfreigabe findet unmittelbar im Anschluss an die Sportveranstaltung Everesting Boxbrunn statt. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter wird die Verkehrsfreigabe vornehmen.

!!! Der allgemeine Verkehr kann die Straße nach den Aufräumarbeiten voraussichtlich gegen 12 Uhr am Montag, den 27.06.2022, wieder befahren. !!!

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Nach den letzten Aufräumarbeiten kann der Verkehr wieder auf der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn rollen. Das freut mich sehr, denn damit endet die rund 13-monatige Vollsperrung, die für die Region natürlich eine Belastung war. Aber sie war notwendig, denn mit dem Ausbau konnten wir die Verkehrssicherheit, den Trinkwassersschutz und den Lärmschutz verbessern. Ich wünsche allen Verkehrsteilnehmern auf der Strecke stets gute und unfallfreie Fahrt!“

Die Bauarbeiten auf der B 47 zwischen Boxbrunn und Amorbach wurden seit Anfang 2021 unter Vollsperrung ausgeführt. Die Bundesrepublik Deutschland hat auf einer Strecke von insgesamt 6,6 Kilometern Länge insgesamt rund 5,8 Mio. € in die Verkehrssicherheit und die Sicherung der Trinkwasserquellen der Stadt Amorbach investiert.

Die Gesamtbaumaßnahme gliedert sich in zwei Baulose:

den Ausbau nach den Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten (RiStWag) auf rund 2 km einschließlich neuer Regenrückhaltebecken mit Kosten von 4,5 Mio. €

Die Erneuerung der Fahrbahn mit Kurvenverbreiterungen auf 4,4 km Länge mit Kosten von 1,3 Mio. €

Mit dem Ausbau sollen die Trinkwasserquellen der Stadt Amorbach vor Gefährdungen infolge des Straßenverkehrs geschützt werden. Betongleitwände verhindern das Abkommen von Fahrzeugen in das Trinkwasserschutzgebiet. Das Straßenoberflächenwasser wird künftig sicher aus dem Trinkwasserschutzgebiet abgeleitet. Außerdem wird die Verkehrssicherheit auf der landschaftlich reizvollen, kurvenreichen und bei Motorradfahrern beliebten Bergstrecke erhöht, indem die Fahrbahn erneuert und Kurven verbreitert wurden. Ein lärmmindernder Asphalt und eine geräuscharme Straßenmarkierung sollen außerdem die Anwohnerinnen und Anwohner vom Verkehrslärm entlasten.

Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2021 und mussten wegen der besonderen örtlichen Verhältnisse, der Lage im Trinkwasserschutzgebiet und dem beengten Baufeld an einem bewaldeten Steilhang unter Vollsperrung ausgeführt werden. Für die Einwohner des Amorbacher Stadtteils Boxbrunn waren die Straßenbauarbeiten deshalb mit Einschränkungen und Umwegen verbunden. Mit der Fertigstellung des Bauvorhabens und der Verkehrsfreigabe der direkten Verbindung zwischen Boxbrunn und Amorbach werden die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger in und um Amorbach sowie für alle Verkehrsteilnehmenden nun beendet.

Die symbolische Verkehrsfreigabe der B 47, Amorbach–Boxbrunn findet am Sonntag, 26.06.2022, gegen 16:30 Uhr statt. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Rede von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter werden Herr Pfarrer Christian Wöber und Frau Pfarrerin Marie Sunder-Plassmann die Baustrecke segnen und im Anschluss wird die B 47 mittels Durchschneidung eines Bandes offiziell für den Verkehr wieder freigegeben. Vorher wird am selben Tag ab 9 Uhr das Benefiz-Radsport-Event „Everesting Boxbrunn“ des TV Miltenberg auf der Strecke stattfinden. Staatsminister Bernreiter wird gemeinsam mit den Verantwortlichen des TV Miltenberg die von den Teilnehmenden erzielten Ergebnisse präsentieren und die Gesamtspendensumme verkünden.

Allerdings wird es wegen den Aufräumarbeiten noch einen weiteren Tag dauern, bis der Verkehr wieder auf der Straße rollen kann. Das Staatliche Bauamt rechnet damit, dass die B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn spätestens am 27.06.2022 gegen 12 Uhr wieder uneingeschränkt befahrbar sein wird.

Das Staatliche Bauamt Aschaffenburg dankt allen Verkehrsteilnehmenden sowie allen Bürgerinnen und Bürgern in und um Amorbach für ihr Verständnis und ihre Einsicht für die unvermeidbare Verkehrssperre. Wir wünschen allen Verkehrsteilnehmern stets eine unfallfreie Fahrt und eine gesunde Rückkehr nach Hause.

Ansprechpartner: Herr Zinke

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„Zur Römerburg“ – Biergarten eröffnet am Osterwochenende

Fotos und Text: Hans-Dieter Schmidt

WÜRZBERG – Die Höhenlage mit guter Luft und viel Sonne, dazu reichlich Auslauf ohne allzu große Steigungen – die Würzberger Höhe erfreut sich bei Ausflugsgästen von je her besonderer Beliebtheit. Im Winter kommen die Talbewohner zum Skilanglauf und Spazieren, im Sommer zum Wandern und Radfahren. Eins freilich fehlte zuletzt vielen zum Freizeitglück: die Möglichkeit zu einer zünftigen Einkehr. Die haben sie nun zurückbekommen: Beate und Herbert Vieten haben das fast schon legendäre Gasthaus „Zur Römerburg“ neu eröffnet. Damit haben Besucher und Einheimische nun wieder die Wahl zwischen der immer möglich gebliebenen Kaffeestunde in der örtlichen „Odenwälder Caféstube“ und der Wirtshauspartie im Lokal am Ortsrand. Und was den Gästen ihren Ausflug aufwertet, bedeutet für die 830 Einheimischen den Rückgewinn von Lebensqualität, wie Ortsvorsteher Manuel Dingeldein betont. Er freut sich zudem, dass damit ein Stück Geschichte ein neues Kapitel bekommt.

Zufriedene Gäste wünscht sich die Wirtsfamilie Vieten im Gasthaus Zur Römerburg. Im freundlich hell gestalteten Gastraum haben Platz genommen Wirt Herbert Vieten (vorne links) und Eigentümer Michel Vieten (vorne rechts) mit Mitgliedern des Ortsbeirates (Mario Dick, Manuel Dingeldein und Jens Fill). Foto: Hans-Dieter Schmidt

Direkt am Ortseingang wurde das Haus im Jahr 1838 errichtet. Erbauer war der aus Bullau stammende Würzberger Schullehrer Georg Ludwig Chelius, berichtet der verstorbene Heimatforscher Walter Weidmann in seinem Würzberger Heimatbuch. Die Historie weiß von etlichen Eigentümer-Wechseln bis hin zum letzten einheimischen Besitzer Georg Gerbig. Rund sechzig Jahre lang verfügte das Haus über einen Saalbau als bedeutenden Veranstaltungsort im Dorf. Dazu gab es Fremdenzimmer zur Beherbergung von Feriengästen, beschreibt der Autor. Auf Verpachtung an das Erbacher Brauhaus und späteren Verkauf des Gasthauses folgten mehrere erfolglose Neustart-Versuche, notierte Weidmann, um zugleich eine gewisse Entfremdung zu Würzberg festzustellen. Und diese Entfremdung möchten die neuen Wirtsleute Herbert und Beate Vieten gerne rückgängig machen.

Vieten ist Metzgermeister und stammt aus Langen, und auch seine Ehefrau verfügt über entsprechende Qualifikation. Berechtigt ist durchaus die Frage, wie es Fachleute aus Großstadtnähe mit eigenem Fleischerfachgeschäft in ein kleines Dorf an der hessisch-bayerischen Landesgrenze verschlagen kann. Die Erklärung lässt den Wirt schmunzeln: Da sind noch Tochter Viola und Schwiegersohn Michel Vieten mit den Kindern Emilia (5) und Elias (8), die ein ihren Bedürfnissen entsprechendes Haus suchten. Sie konnten schließlich Anfang 2021 das Würzberger Anwesen erwerben. Und die Eltern griffen spontan zu, als sie das Angebot erhielten, die vorhandenen Gasträume zu bewirtschaften.

Derzeit ist der Betrieb so geregelt, dass Herbert und Beate die Küchenarbeit leisten, der Service obliegt Michel und Viola. Dieses Team bietet den Gästen gutbürgerliche deutsche Küche an. Dabei wird unbedingt darauf geachtet, dass, wo immer möglich, regionale Produkte verarbeitet und serviert werden. Das gilt insbesondere für Fleisch, das aus dem Schlachthof Brensbach stammt und vom Metzgermeister fachgerecht aufbereitet wird. Aber auch Kartoffeln und Gemüse kommen aus der Region. Die Erkenntnis ist für die Fachleute in der Küche nicht neu, dass der Fleischkonsum seit geraumer Zeit schon einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Daher bietet man auch vegetarische Speisen an.

Der Keller bietet das übliche Getränkespektrum, vom Mineralwasser bis zu Spirituosen. Weine liefert ein Winzer aus Rheinland-Pfalz, und aus dem Zapfhahn fließt primär der regionale Gerstensaft aus dem Mossautal. Da das Haus aber keine Vertragsbindung hat, können Gäste auch mehrere andere Biere genießen. Umfangreich ist das Platzangebot. So verfügt der Gastraum über mehr als dreißig Plätze, im Saal mit kleinem Neben- oder Erweiterungsraum können bis zu 80 Personen Platz finden, und etwa 100 Gäste können während der wärmeren Jahreszeit im Biergarten bewirtet werden. Dort steht ein Getränkewagen, der ebenfalls gezapften Gerstensaft anbietet. So eignen sich die Räumlichkeiten zunächst für den „normalen“ Besuch eines Speiserestaurants. Das rad- und wanderfreundlich gelegene Haus bietet sich aber auch an für Gruppen, die auf diese Weise unterwegs sind. Ebenso organisiert und arrangiert man gerne Familienfeiern, Firmen- und Vereinsfeste. Dafür wird aber um Anmeldung gebeten. Es sind nur etwa drei Fahrkilometer bis zur Bundesstraße 47, die zum Mümling- oder Maintal führt. Daher bietet Familie Vieten ihre Räume auch für Tagungen und Konferenzen an.

Derzeit ist das Restaurant freitags und samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags von elf bis 14 und von 17 bis 22 Uhr. Wirt Herbert Vieten zieht eine bedarfsbedingte Erweiterung der Öffnungszeiten an Samstagen ab elf Uhr in Erwägung. Der große Biergarten wird ab dem Osterwochenende geöffnet sein. Reservierungen und Terminabsprachen unter Telefon 06061-9798943.

Zufriedene Gäste wünscht sich die Wirtsfamilie Vieten im Gasthaus Zur Römerburg. Im Biergarten haben Platz genommen Eigentümer Michel Vieten (vorne links) und Mitglieder des Ortsbeirates (Manuel Dingeldein, Mario Dick und Jens Fill). Stehend Wirt Herbert Vieten. Foto: Hans-Dieter Schmidt
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