Echo-Online: Feuerwehr rasend schnell vor Ort

Übung: Würzberger Brandschützer proben das Löschen einer Holzhütte

Mit Atemschutz dringen Würzberger Feuerwehrleute in eine brennende Gartenlaube ein, um dort vermisste Kinder aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Zum Glück war alles nur eine Übung. Foto: Ernst Schmerker

Mit Atemschutz dringen Würzberger Feuerwehrleute in eine brennende Gartenlaube ein, um dort vermisste Kinder aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Zum Glück war alles nur eine Übung. Foto: Ernst Schmerker

19. Oktober 2011  | sm Dass die Jahreshauptübung der Würzberger Feuerwehr einem wirklichen Brandeinsatz am Vormittag im Weiler Eulbach folgen würde, hatten die Planer ebenso wenig kalkulieren können wie die Tatsache, dass der Einsatztrupp wegen einer gleichzeitigen Beerdigung nicht in voller Stärke verfügbar sein würde. So folgten der stillen Alarmierung nur 13 Kameraden, um mit Wehrführer Andreas Walter das Löschen zu üben. Und da die als Brandherd angenommene Gartenlaube an der Hauptstraße nur eine kurze Wegstrecke vom Feuerwehrhaus entfernt war, ging alles rasend schnell.
Der aus dem Holzhaus austretende starke Qualm, die im Inneren vermuteten Kinder und deren Rettung spornten zur besonderen Eile an. Noch ehe die Schläuche ausgerollt und an den Unterflurhydranten angeschlossen waren, hatten sich vier Atemschutzträger Zugang ins Haus verschafft und die Gesuchten aus ihrer misslichen Lage befreit. Bei ausreichendem Druck wurde aus sieben Schläuchen so viel Wasser gefördert, dass das Feuer auf seinen Herd begrenzt und somit ein Niederbrennen des Holzhauses verhindert werden konnte. Knapp zwanzig Minuten dauerte der Einsatz, mit dem die Erfordernis einer schlagkräftigen Stadtteilwehr bewiesen wurde.
Bei der Abschlussbesprechung im Dorfgemeinschaftshaus stellte Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert die „feuerwehrtechnischen Besonderheiten“ in den Stadtteilen heraus. Um den Bürgerschutz auf Dauer erfüllen zu können, gelte es, schon Heranwachsende für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michel Bomanns fand anerkennende Worte für die Jahresleistung der Wehr, bedauerte aber, dass dieses Manöver bei der Bevölkerung nur ein geringes Interesse gefunden hat.

Quelle: http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/michelstadt/Feuerwehr-rasend-schnell-vor-Ort;art1274,2262672